Amazon plant einen eigenen Market für Android Apps.

Google hat es ja mächtig verschlafen einen ordentlichen Markt auf die Beine zu stellen und so kam es das in letzter Zeit immmer mehr Portale angefangen haben diesen Missstand aufzugreifen und einen eigenen App Store aufzubauen.

Schwer ist es momentan nicht, besser als der Hauseigene Google Market zu sein. Denn jede Alternative wird wohl besser sein. Zuviele Einschränkungen und Mängel hat der Android Market momentan:

  • Unübersichtlichkeit der verschiedenen Kategorien
  • Fehlende verschiedene Zahlungsoptionen
  • Keine Lösung für die Rückgabe bei fehlerhaften Apps
  • Keine Kontrolle über die Funktionalität einer App
  • Nicht alle Hersteller haben Zugang zum Market
  • Entwickler aus verschieden Ländern können ihre Apps nicht anbieten
  • Mangelhafte Suchfunktion (obwohl Google DER Suchmaschinenkönig schlechthin ist)

Dies sind nur einige der Mängel die in letzter Zeit immer wieder laut geworden sind und denen sich Google nicht oder nur begrenzt angenommen hat.

Jetzt will nun Amazon mit auf den rasant Fahrt aufnehmenden Zug der Android Apps aufspringen und sich natürlich Marktanteile sichern. Amazon hat gute Chancen in kurzer Zeit zum Marktführer in Sachen App Verkauf zu werden, denn sie haben einen schier unendlich großen Kundenstamm, ein ausgereiftes Bezahlsystem, ein Bewertungssystem, eine gute Suche und sie bieten Androidgeräte an. Die Verknüpfung mit den Apps wäre also ein leichtes.

Die Gerätehersteller würden bei einem zentralen Amazon-Shop mit einem Deal sämtliche Medien aufs Gerät bekommen – und üblicherweise zahlt bei solchen Deals der Händler dem Gerätehersteller eine Gebühr dafür, die App vorzuinstallieren. Die Hardware-Beschränkungen dürften moderater ausfallen oder ganz wegfallen, jeder Hersteller würde also das „Amazon-iTunes“ installieren können.

Auch die Entwickler würden profitieren, bekommen sie doch Zugang zu einer starken Handelsplattform mit weltweiter Verbreitung und soliden Zahlungsmethoden. Sogar der Anwender profitiert, bekommt er doch nun uneingeschränkten Zugang zu allen (dort eingestellten) Apps und möglicherweise ein großzügiges Modell zur Rückgabe von gekauften Apps, wenn sie nicht funktionieren.

Ein eigenes Android-Gerät verkauft Amazon derzeit nicht, sondern die E-Book-Lesegeräte der Kindle-Reihe. Da liegt der Schluss nahe, Amazon plane einen eigenen Androiden und vielleicht sogar die Einstellung der Kindles. Das mag durchaus stimmen, oder vielleicht läuft auch einfach nur ein zukünftiger Kindle 4 unter Android.

Wahrscheinlicher ist, dass Amazon sich in erster Linie als Content-Provider für den rasant wachsenden Markt der Android-Geräte aufstellen möchte. Amazon hat schon jetzt eine App im Android Market eingestellt, mit der man MP3-Songs kaufen und aufs Smartphone herunterladen kann. Die Kindle-App ermöglicht das Kaufen und Lesen aller E-Books, Zeitschriften und Zeitungen. Einen Videostreaming-Dienst hat Amazon immerhin schon mal im Angebot, wenn auch noch dünn bestückt, auf die USA beschränkt und nicht mobil abrufbar. Bestrebungen Richtung Internet-TV laufen, einen weiteren Musikdienst hatte Amazon letztens erst gekauft. Bücher, Musik, Filme, TV – da fehlen nur noch die Apps, und dann wäre Amazon das iTunes für Android.

Das WallStreetJournal hat noch mehr Infos und Gerüchte zu den beschriebenen Ideen:

Es heißt, dass Amazon wie Apple von Entwicklern einmalig 99 US-Dollar für die Erlaubnis verlangt, Apps zu veröffentlichen. Später erhalten sie beim Verkauf kostenpflichtiger Software 70 Prozent, Amazon behält die restlichen 30 Prozent.

Sie besagten, dass sich Amazon wie Apple das Recht vorbehalten will, Apps ohne Angabe von Gründen aus dem Store zu entfernen oder gar nicht erst zuzulassen. Um die unkontrollierte Weitergabe von Apps zu verhindern, sollen sie mit einem DRM-Kopierschutz versehen sein. Im Android Market von Google, der inzwischen etwa 80.000 Programme enthält, gibt es so eine strenge Überwachung nicht. Weder Amazon, noch Google wollten sich zu einem zweiten App Store für Android äußern.

Wir denken das ein proffesioneller großer Anbieter für Android Apps der ganzen Marktsituation nur gut tun kann. Oder wie seht ihr das?

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